Rente mit 70?Nicht mit uns!
Rente mit 70? Nicht mit uns.
Die Bundesregierung plant eine weitere Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre. Was in Regierungskreisen als „Reform" verkauft wird, ist in Wahrheit ein Angriff auf Millionen Menschen – und eine faktische Rentenkürzung von rund zehn Prozent.
Was die Bundesregierung plant: Die aktuell an die Presse lancierten Überlegungen sehen vor, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben. Wer früher in Rente geht, soll massive Abzüge hinnehmen. Gleichzeitig sinkt das Rentenniveau weiter – Altersarmut wird damit nicht bekämpft, sondern gezielt in Kauf genommen.
Wer soll das schaffen? Rente mit 70 klingt auf dem Papier abstrakt. In der Realität bedeutet es:
- Der Dachdecker, der mit 60 Knie und Rücken ruiniert hat, soll noch zehn weitere Jahre durchhalten.
- Die Pflegefachkraft, die Nachtschichten schiebt und schwer kranke Menschen pflegt, soll mit 70 noch fit sein.
- Die Kassiererin, die jahrzehntelang auf den Beinen war, soll noch länger durchhalten.
Das ist nicht nur sozial ungerecht – das ist lebensfremd.
Was noch droht: Wird das Rentenniveau weiter gesenkt, ist noch mehr Altersarmut vorprogrammiert. Flaschensammelnde Rentner gehören traurigerweise heute schon vielfach zum Stadtbild. Mit diesen Rentenplänen werden noch mehr Menschen zu den Tafeln gehen müssen.
Die BSW-Position: Das Österreich-Modell
Wir brauchen keine Rentenkürzung – wir brauchen eine grundlegende Rentenreform nach österreichischem Vorbild.
In Österreich zahlen alle in die Rentenkasse ein: ✅ Selbstständige ✅ Beamte ✅ Politiker ✅ Manager
Das Ergebnis: Österreicher bekommen im Schnitt 800 Euro mehr Rente pro Monat als Deutsche.
BSW fordert deshalb:
1. Alle zahlen ein – auch der Kanzler. Wer das Rentensystem stabilisieren will, muss alle in die Pflicht nehmen – nicht nur Arbeitnehmer. Kanzler, Minister und Beamte müssen in dieselbe Kasse einzahlen wie alle anderen auch.
2. Kein höheres Rentenalter. Statt das Rentenalter anzuheben, müssen wir die Einnahmebasis verbreitern. Das ist die ehrliche Lösung.
3. Mindestrente von 1.500 Euro. Wer 40 Jahre gearbeitet hat, darf am Ende nicht arm sein. BSW fordert eine Mindestrente von 1.500 Euro – steuerfrei bis 2.000 Euro.
4. Renten bis 2.000 Euro steuerfrei. Wer sein Leben lang eingezahlt hat, soll seine Rente behalten – und nicht den Großteil davon wieder abgeben.
Unser Fazit:
Was Österreich kann, muss auch Deutschland können.
Eine Gesellschaft zeigt ihren wahren Charakter daran, wie sie mit denen umgeht, die sie groß gemacht haben. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, verdient Würde – keine Altersarmut, keine Rentenkürzung und kein Zwang, bis zum Umfallen zu arbeiten.
BSW Kreisverband Oberhavel steht für eine gerechte Rente – für alle.